Während wir uns noch auf dem Opal orientierten, den Aufbau der Redaktion organisierten und erste Recherchen für diese Ausgabe machten, erreichte uns der erste Leserbrief in unseren neuen Räumen:


Göttliches Ahoy verehrte Redaktion des Klabauters,

wenn ich mich kurz vorstellen darf?
Tacita, Göttin der Stille und des Todes.

Ich möchte euch von göttlicher Seite her ein Lob für diese sehr menschliche Zeitung aussprechen. Der Klabauter versüßt mir das minderwertige Dasein auf der Erde, während meiner göttlichen Mission. Ich bin mir sicher, dass mir viele Sterbliche Recht geben werden, wenn ich sage, dass ihr für eine menschliche Zeitung äußerst gute Arbeit leistet.

Einen Kritikpunkt gestatte ich mir jedoch. Der göttliche Hauch fehlt im Klabauter. Ich biete mich hiermit als leitende Führungskraft für euer Unterfangen an, jedoch auf beschränkte Zeit, denn hoffentlich bald werde ich die Erde verlassen und in den Olymp zurückkehren dürfen.

Mit göttlichen Grüßen,
Göttin der Stille und des Todes,

Tacita


Wie ergeht es einem Jobber ?


Da Newsman auf dem Opal auch schon mehrfach als Jobber unterwegs war und eigene Erfahrungen machen konnte, hatte er die Piraten des Opal nach ihren Meinungen und Erfahrungen gefragt.
Vorab; die meisten Jobber sind wohl recht zufrieden.

Was am Meisten von den Jobber erzählt wurde war:
Man kommt an Bord, grüßt mit einem freundlichen Ahoy und bekommt man als Antwort: ein schrilles Pfeiffen und einen Befehl zum Zimmern,Pumpen oder Segeln.
Die meisten Jobber sind darüber oft erstaunt und nicht besonders begeistert, die Greenies nehmen diese Unhöflichkeit gerne an und reagieren später auf eigenen Schiffen genauso. Sie haben es ja nicht anders kennengelernt.
Die abgeschwächte Form davon ist, Newsman erlebte es selber, man kommt an Bord, grüßt höflich und als Antwort: "Newsman bitte segeln". 20 Sekunden später, es war gar kein Segel frei, "Newsman pumpen", das Ganze ohne Bitte.
Besonders auffällig ist, dass immer mehr geschrien wird. Kein freundliches Wort an Bord, sondern nur Befehlston und Geschrei.
Natürlich wurde immer auf den Schiffen gebrüllt, aber die meisten der Jobber arbeiten wohl freiwillig.
Etwas mehr Höflichkeit, auch wenn wir Piraten sind, sollte schon sein.

Etwas Unerfreulicheres erzählte mir eine junge Piratin ganz niedergeschlagen und auch recht erbost.
Sie jobbte, pumpte, segelte, zimmerte. Je nach dem was gerade gebraucht wurde. Sie brauchte keine Befehle dafür, sie sah immer wo ihre Hilfe notwendig war.
Am Ende der Tour, ca 2 Stunden, wurde ihr ein Anteil der Beute einfach abgezogen. Auf ihre Nachfrage, weshalb, bekam sie die Antwort des Sloop-Kapitän: "Ich spare auf einen Kutter, also brauche ich das Kupfer selber".
Kapitäne, so geht es nicht. Ihr vergrault Euch nur die Jobber und irgendwann müßt Ihr alleine segeln.

In der nächsten Ausgabe versucht Newsman die andere Seite, also die der Kapitäne, aufzuzeigen.
Also, schreibt Newsman weiter Eure Erfahrungen.
Beide Seiten sollten zu Wort kommen und: nur gemeinsam sind wir stark